beate-unterwegs.de Arizona Arizona California California Colorado Colorado Nevada Nevada Oregon Oregon Utah Utah Washington Washington Bodie State Historic Park, CA
Benannt wurde Bodie nach Waterman S. Body (auch bekannt als William S. Bodey). Wer des Lesens mächtig  ist, dem wird auffallen, dass die Schreibweise geändert wurde. Warum dies der Fall ist,  darüber streiten  sich die Geister. Die einen behaupten, seine Nachfahren hätten den Namen geändert, da sie diesen Namen  für eine Stadt passender fanden. Body bedeutet nämlich Körper oder Leichnam und wer möchte schon in  einer Stadt wohnen, die so heißt? Andere Überlieferungen meinen, dies wäre lediglich dem Schreibfehler  eines Schildermalers zu verdanken. Eigentlich ist es ja egal.  Obwohl schon 1861 gegründet, setzte der Boom erst 1876 ein, nachdem Standard Company auf eine  Goldader gestoßen war. Fortan wuchs die Bevölkerung der Stadt rasant an. 1880 lebten bis zu 10.000  Menschen in Bodie.   Bekannt wurde die Stadt nicht nur durch den größten Goldrausch der Kalifornischen Geschichte, sondern  vor allem dafür, zu seiner Zeit das gesetzloseste, wildeste und härteste Minencamp im gesamten Westen  zu sein. Schießereien und Überfalle standen zwischen 1878 – 1887 ständig auf der Tagesordnung. Da halfen  auch die sieben Kirchen nichts. Kein Wunder: Den sieben Kirchen standen 65 Saloons, zahlreiche Bordelle,  mehrere Opiumhöhlen und sieben Brauereien entgegen. Das überlieferte Zitat eines kleinen Mädchens, das  nach Bodie ziehen sollte sagt eigentlich alles: „Goodbye God, I’m going to Bodie!“ („Auf Wiedersehen Gott,  ich ziehe nach Bodie!“) Quelle: Calamity Jan: Goodbye God, I'm Going to Bodie. Quelle: Wild West  Publications, Olympia, WA 2002, ISBN 0972180001 Nachdem die Goldader versiegt war, die Mine somit kaum noch Profit abwarf und Bodie keine weiteren  Einnahmequellen zu bieten hatte, ging die Bevölkerungszahl recht schnell zurück. Um die  Jahrhundertwende gab es zwar noch einmal einen kleinen Aufschwung, aber der Niedergang konnte  letztendlich nicht aufgehalten werden. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hatte Bodie immer noch  einige Einwohner, die selbst dem Großbrand im Jahre 1932, der zahlreiche Häuser zerstörte, trotzten. Als  das 1877 eröffnete Postamt 1942 schloss, wurde auch der Niedergang Bodies besiegelt.  
Bodie als State Park: Seit 1962 ist Bodie ein State Park. Von den ehemals 2000 Gebäuden sind noch ungefähr 170 vorhanden, die  das große Feuer von 1932 verschont hat, u.a. eine Kirche, die Schule, ein Bankgebäude aus Ziegelsteinen,  eine Bar, ein Laden und mehrere Wohnhäuser sowie das große Minengebäude.  Viele der Einrichtungsgegenstände stehen noch so da, als seien die ehemaligen Bewohner gerade erst  gegangen. Auf dem kleinen Friedhof vor der Stadt sind die Grabsteine ehemaliger Bewohner zu sehen. Die  Zapfsäulen einer alten Tankstelle sind ebenso noch vorhanden wie ein paar rostende Autowracks aus den  30er Jahren. Einige Gebäude können betreten werden. Für die alte Mine werden Führungen angeboten.  (Quelle: Wikipedia.de) 
Die Anfahrt: Egal, ob man aus Norden oder Süden  kommt, fährt man auf der CA 395.  Von Lee Vining (Süden) aus erreicht  man nach etwa 18 Meilen rechts die  Abfahrt zur CA 270. Dieser folgt man  nun für weitere 12 Meilen bis nach  Bodie. Bei der CA 270 handelt es sich  um eine - je nach Wetter-bedingungen  - gut zu fahrende Gravelroad.   Zeitaufwand:  Da es sich bei Bodie um eine sehr  große Ghost Town handelt, sollte man schon etwas Zeit einplanen. Schon alleine die Anfahrt nimmt etwa 20  Min. ab dem Abzweig zur CA 270 in Anspruch und ist Landschaftlich auch sehr schön, so dass man  sicherlich hie und da stoppt. Ich habe mich ca. 3 Stunden auf dem Areal der Ghost Town aufgehalten. Bei  besseren Wetterbedingungen wäre sich sicher noch eine Stunde länger geblieben und hätte auch noch den  Friedhof besichtigt, den ich ja ausgelassen hatte.   Infolinks:  Bodie.com, Bodie State Historic Park, Wikipedia (deutsch), Bodiehistory.com 
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