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13. Tag
Donnerstag, 4. Juli 2002
Regentag - Askeaton Abby + Castle


Nach dem gestrigen Tag haben wir heute mal etwas ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Leichter Nieselregen schlug an unsere Küchenscheibe. Nach der langen Fahrt von gestern wollten wir es heute sowieso etwas langsamer angehen und suchten wieder einmal, anhand unserer Karte, eine Sehenswürdigkeit in der Nähe. Wir hofften, dass der Regen doch bald aufhören würde.
Unsere Wahl fiel diesmal auf Askeaton Castle.
Am späten Vormittag machten wir uns auf den Weg. Als wir in Askeaton ankamen, sahen wir gleich das Castle. Ein Parkplatz war auch schnell gefunden und so machten wir uns auch gleich auf den Weg. Unterwegs sahen wir sogar ein Schild von einer Tourist Information.
Am Castle angekommen, mussten wir leider feststellen, dass es geschlossen war. Leider gab es auch keine Informationen über Öffnungszeiten. Wir fragten eine Passantin, ob sie wüsste wann das Castle geöffnet wird. Sie verneinte und verwies uns an die Tourist Information. Dort angekommen, standen wir leider wieder vor einer verschlossenen Tür. Am anderen Ende der kleinen Straße sahen wir das Schild der örtlichen Bücherei und wir dachten, wenn sich jemand in diesem Ort auskennt, dann die Bibliothekarin.  Unser Vorurteil wurde auf positive Weise bestätigt. Die nette Dame wusste zwar auch nicht, wann die Burg geöffnet wird, aber sie wusste, wer den Schlüssel hat.
Den Schlüssel hätte Tony Sheehy, aber da sein Auto nicht vor der Tür stehe, wäre er anscheinend nicht zu Hause, erklärte uns die nette Dame. Wir sollten doch einfach mal rüber gehen (auf die andere Straßenseite) und bei seiner Frau klingeln. Sie könne uns sicher sagen, wo wir ihren Mann finden könnten. Tja, das war mal wieder Irland-Live. Wenn man fragt, bekommt man eigentlich immer eine Antwort. Wir bedankten uns recht herzlich und gingen über die Straße. 

 

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Frau Sheehy konnte uns auch tatsächlich weiter helfen. Sie erklärte uns, dass ihr Mann mit einer Touristengruppe in der Abbey wäre. In der Abbey?!? Von einer Abbey hatten wir gar nichts gewusst. Aber was soll’s, dann besichtigen wir halt auch noch ne Abbey. Frau Sheehy erklärte uns den kurzen Weg und wir gingen zurück unseren Wagen holen. Nach ein paar hundert Metern sahen wir schon eine wirklich eindrucksvolle gut erhalten Ruine.

 

Ein PKW und ein Reisebus standen auf dem Parkplatz. Auch wir stellten unseren Wagen dort ab und folgten den Stimmen. Es dauerte nicht lange und wir fanden die Reisegruppe nebst Reiseführer. Die Reisegruppe bestand aus ca. 10 amerikanischen Touristen, die in sehr sommerlicher Kleidung (kurze Hosen und Sandalen) bei ca. 15 °C und Nieselregen den Worten des Reiseführers lauschten. Tony Sheehy schilderte auf amüsante Weise die Geschichte der Abbey. Es mache wirklich Spaß ihm zuzuhören. Man merkte richtig, dass er auch seine Freude an der Sache hatte.

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Wir kamen gerade dazu, als er erklärte, dass der sehr gut erhaltene Kreuzgang durch Marmorsäulen gebildet wird.

 

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Auf dem Friedhof erfuhren wir, dass auch heute noch Menschen hier begraben werden. Eine Voraussetzung wäre allerdings, dass sie hier im Ort zu Lebzeiten gewohnt hätten.
Nachdem die Führung in der Abbey, teilweise im hohen Gras, beendet war, fragte Tony Sheehy, ob jemand Interesse daran hätte, auch noch das Castle zu besichtigen.
Die meist nurmit Sandalen beschuhten  Amerikaner ver- neinten. Wir hielten uns im Hintergrund bis sich die Reisegruppe verabschiedet hatte. 

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Als wir allein waren fragten wir dann Herrn Sheehy, ob es denn möglich sei, auch noch das Castle zu besichtigen. Wir merkten richtig, dass er sich über unser Interesse freute. Er teilte uns mit, dass er noch kurz zu Hause vorbei müsse, den Schlüssel holen, dann könnte es aber losgehen. Wir versicherten ihm, dass wir ihm folgen würden.

 

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An seinem Haus ließen wir den Wagen stehen und gingen zu Fuß zum Castle.  Tony Sheehy erklärte uns, dass er die letzten Jahre damit verbracht habe, das Castle von allem Müll, den die Anwohner in den letzten 10 Jahren dort gelagert hatten, zu befreien. Weiter erzählte er uns von seiner Vision, aus dem Castle und der Abbey einen Touristenmagneten zu machen. Nach unserer Meinung hätte er  das Potential dazu.
Ich kann nur jedem Raten, der sich hier in der Nähe von Asketon aufhält, einen kleinen Abstecher zu machen. Es lohnt sich wirklich. Wir haben auf dieser Irland-Reise schon schlechter erhaltende Burgen und Kirchen gesehen.

 

Jetzt, drei Jahre nach der Reise, habe ich leider sämtliche Details von Tony Sheehy’s Ausführungen vergessen. Anhand eines kleines Prospektes kann ich lediglich nachlesen, dass die Burg ab 1367 im Besitz der Fitzgeralds war und um 1580 in einem Aufstand den Desmonds in die Hände fiel usw. usw. Nähere Einzelheiten erfährt man auf jeden Fall während der Führung. Nach unserer wirklich ausgiebigen Führung bedankten wir uns mit einer Spende. Ich drücke Herrn Sheehy wirklich die Daumen, dass er wenigsten einen Teil seines Traumes verwirklichen kann.

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