14. Tag - Dienstag, 26. August 2025 Wexford - Wicklow Mountain - Dublin
So langsam neigte sich unsere Reise dem Ende zu. Heute würden wir schon in Dublin ankommen – bis dahin gab es aber noch einiges zu entdecken.
Leider mussten wir als Erstes feststellen, dass unser Pub kein Frühstück anbot. Wie schade! Also checkten wir gleich aus und fuhren hinunter ans Wasser – und fanden dort sofort einen Parkplatz. Genial!
Bei blauem Himmel und ein paar Schäfchenwölkchen zeigte sich Wexford von seiner schönsten Seite. Schade, dass wir gleich weiterfahren würden. Den Ort und seine Umgebung hätte ich gerne noch etwas genauer erkundet, doch leider war auch diese Reisezeit endlich.
Jetzt war sowieso erst einmal Frühstücken angesagt und da haben wir ein wirklich sehr nettes Kettenrestaurant gefunden.
Das sieht nicht nur lecker aus, sondern war auch sehr lecker. Genau der richtige Einstieg in den Tag!
Gut gesättigt erkundeten wir etwas die Waterfront von
Wexford
Wie bereits erwähnt, wären wir gerne noch etwas länger geblieben, doch die Zeit begann uns allmählich davonzulaufen. Also sahen wir zu, dass wir weiterkamen.
Unser nächster Halt war der Brittas Bay South Beach Car Park – weniger aus touristischem Ehrgeiz, sondern vielmehr wegen einer dringend benötigten Pippipause. Wenn man aber schon einmal dort ist, schaut man sich natürlich auch den Strand an. Und so machten wir noch einen kurzen Abstecher zum wohlklingenden
Brittas Bay Beach
Manchmal entstehen die schönsten Zwischenstopps eben aus den pragmatischsten Gründen.







Stattdessen machten wir uns frohen Mutes auf den Weg zum Dunbur Head, um endlich die drei ersehnten Leuchttürme zu bestaunen: den Wicklow Head Old Lighthouse, den kleineren Wicklow Head Front Lighthouse sowie das Wicklow Head Lighthouse.
Die „Gockeline“ – unsere treue Navigationsdame – lotste uns wie immer selbstbewusst ans Ziel. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem nach dem Abbiegen von der Hauptstraße plötzlich unmissverständlich Schluss war. Ein paar Meter weiter versperrten uns Schilder den Weg, auf denen sehr deutlich stand, dass das Betreten des Privatgrundstücks strengstens untersagt sei.
Aha.
Ende der Leuchtturmträume.
Daher an dieser Stelle ein kleiner, aber durchaus ernst gemeinter Appell an Betreiber und einschlägige Leuchtturm-Webseiten: Schreibt doch bitte dazu, wenn man die Türme gar nicht besichtigen darf oder sie auf nicht zugänglichem Privatgelände stehen! Das erspart Reisenden unnötige Umwege, Hoffnungen – und eine Portion Frust.
Hier also die einzigen Fotos, die wir aus der Ferne ergattern konnten.
Der dritte Leuchtturm war von der Straße aus nicht einmal ansatzweise zu erkennen. Nada. Niente.
Was für ein Käse.
Diese verlorene Zeit hätten wir definitiv lieber in den Wicklow Mountains verbracht – mit deutlich mehr Aussicht und deutlich weniger „Betreten verboten“-Schildern.
Dafür war unser Besuch in den Wicklow Mountains ein voller Erfolg – und wie!
Schon der erste Stopp ließ uns durchatmen: ein Wasserfall, der trotz Sommer erstaunlich viel Wasser führte und munter über die Felsen rauschte. Das satte Grün ringsum, das Glitzern der Tropfen in der Sonne – plötzlich war der Leuchtturm-Frust wie weggeblasen.
In den Wicklow Mountain
Später gerieten wir dann regelrecht in einen Erika-Rausch. Ganze Hügel leuchteten violett, als hätte jemand die Landschaft mit einem riesigen Pinsel koloriert. Wir standen einfach nur da, atmeten diese klare Bergluft ein und konnten uns kaum sattsehen.
Ach, war das herrlich. Aber schaut selbst.
Aber es sollte tatsächlich noch besser werden.
Kaum hatten wir die nächste – oder war es schon die übernächste? – Kurve genommen, standen sie da: eine komplette Schafherde direkt am Straßenrand der Wicklow Mountains. Wie auf Bestellung geliefert. Fast hätte ich vermutet, sie hätten auf uns gewartet.
Natürlich suchten wir uns sofort eine halbwegs legale Haltemöglichkeit – man will ja weder den Verkehr noch die Models stören – und zack: Unsere Kameraauslöser liefen heiß.
Und was soll ich sagen? Diese Herde hatte es wirklich in sich. Da war das geschniegelt dreinblickende Leitschaf, das uns keine Sekunde aus den Augen ließ – ganz offensichtlich zuständig für Sicherheit, Ordnung und die Einhaltung der Fotoetikette.
So langsam wurde es ungemütlich dort oben auf dem Berg. Der Wind frischte merklich auf, die Wolken zogen tiefer und erinnerten uns daran, dass Irland auch anders kann. Unsere Jacken flatterten, die Schafe verzogen sich langsam in geschütztere Ecken – und auch wir merkten: Es wurde Zeit, gen Dublin aufzubrechen.
Wir stiegen ins Auto, ließen den Motor an – und hielten doch noch einmal inne.
Nur noch ein letzter Blick.
Diese stille, raue Schönheit, die sich nicht aufdrängt, sondern einfach da ist.
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Szenenwechsel!
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir das Parkhaus in Dublin. Es schüttete wie aus Eimern und wir waren froh, dass unser Hotel nicht weit war. Schnell checkten wir ein und stellten die Koffer aufs Zimmer. Noch hatten wir keine Zeit zum Verschnaufen, denn wir wollten heute noch das Auto abgeben. Also fuhren wir kurz darauf zur Autovermietung in die Nähe vom Flughafen. Während der Rush hour dauerte natürlich alles viel länger als gedacht. Zum Glück war die Rückgabe ganz unkompliziert. Via Uber besorgten wir uns ein Fahrzeug zurück in die Innenstadt, die wir dann auch gegen 18:00 Uhr erreichten. Pu….das war ein ganz schöner Ritt. Jetzt hieße es erst einmal die Stadt zu genießen.
Erst einmal ein kurzer Spaziergang durch Temple Bar – vorbei an bunten Fassaden, Kopfsteinpflaster und gut gelaunten Menschen. Aus den Pubs klang Musik auf die Straße, überall herrschte lebendiges Treiben.
Und natürlich landeten wir – völlig überraschend – selbst in einem Pub. Ein Pint in der Hand, mitten im Dubliner Trubel. 🍻
So ganz ohne Musik geht es in Dublin natürlich nicht.
Nach dem Essen zog es uns noch einmal hinaus in die Nacht. Dublin zeigt sich im Dunkeln von einer ganz eigenen Seite: Lichter spiegeln sich in der Liffey, die Gassen wirken plötzlich geheimnisvoll und zwischen den alten Fassaden tauchen moderne Lichtinstallationen auf, die der Stadt einen fast magischen Glanz verleihen.
Fotografisch ein echtes Highlight – und ein stimmungsvoller Abschluss für unseren ersten Abend in der irischen Hauptstadt. 🌙📸
OK, manche Fotos sind etwas verwackelt, aber das lag bestimmt nur an den Lichtverhältnissen.😇










































