Fakten

Irland im Sommer 2025

13. bis 27. August 2025 

Die Route

Start- und Endpunkt der Reise war Dublin.

Von dort aus ging es ohne Zwischenstopp direkt weiter an die Westküste. In 15 Tagen führte die Route gegen den Uhrzeigersinn zunächst nach Connemara. Anschließend folgten wir der beeindruckenden Westküste und befuhren die drei berühmten Panoramastraßen – den Ring of Dingle, den Ring of Kerry und den Ring of Beara.

Danach ging es entlang der Südküste weiter Richtung Osten, entlang der Copper Coast, bevor die Reise durch die Wicklow Mountains führte. Von dort aus kehrten wir schließlich wieder nach Dublin zurück.

Die einzelnen Stationen:

Während unserer Tour legten wir insgesamt 1.748 Kilometer mit dem Auto zurück. Zusätzlich wanderten wir rund 176 Kilometer und erkundeten weitere 78 Kilometer mit dem Fahrrad.

Fazit zu den Unterkünften

Grundsätzlich können wir alle gebuchten Hotels, B&Bs und Ferienhäuser weiterempfehlen. Dennoch hatten wir den Eindruck, dass sich die Atmosphäre im Vergleich zu früher verändert hat.

Früher fühlte man sich in Irland oft noch ein Stück herzlicher willkommen – in vielen B&Bs lag zumindest ein kleines Päckchen Kekse bereit. Es ging dabei weniger ums Essen, sondern um die Geste. Häufig gab es auch liebevoll zusammengestellte Ordner mit Empfehlungen zu Restaurants oder Musik-Pubs in der Umgebung.

Heute kann man in manchen Ferienhäusern schon froh sein, wenn neben Pfeffer und Salz ein paar weitere Gewürze sowie ausreichend Geschirr vorhanden sind. Und auch in B&Bs ist ein inkludiertes Frühstück längst nicht mehr selbstverständlich – obwohl genau das den ursprünglichen Gedanken von „Bed & Breakfast“ ausmacht.

Das ist etwas schade, denn die Preise haben sich inzwischen deutlich erhöht, während der Service gefühlt spürbar nachgelassen hat.

Unsere Unterkünfte:

Galway:

Four Seasons B&B ⭐⭐⭐⭐

Dieses B&B überzeugt vor allem durch seine hervorragende Lage und den kostenfreien Parkplatz. Das Zimmer war zwar sehr klein, die Betten jedoch bequem. Der Gastgeber war ausgesprochen freundlich. Zudem gibt es einen schönen Frühstücksraum mit einer guten Auswahl an Speisen. Das Frühstück muss allerdings separat bezahlt werden.

Spanish Point:

Barkers Accomodation ⭐⭐⭐1/2

In der Hochsaison war es nicht leicht, hier ein Zimmer zu bekommen. Wir entschieden uns für dieses B&B, da es zwei Schlafzimmer mit gemeinsamem Bad anbot. Die Betten waren bequem, und im Zimmer gab es ausreichend Geschirr, sodass wir dort problemlos zu Abend essen konnten.

Das B&B liegt jedoch etwas außerhalb; zu Fuß erreicht man den Ort und den kleinen Strand in etwa 15 Minuten. Frühstück wird leider nicht angeboten.

Dingle

Baywatch Inn ⭐⭐⭐⭐1/2

Eine der wenigen Unterkünfte, die noch Frühstück anbietet – ein weiteres Plus ist die direkte Lage am Hafen.

Da wir unbedingt ein Zimmer mit zwei Betten wollten, bekamen wir eines unterm Dach. Darauf waren wir vorbereitet und hatten für diese Nacht eine separate Übernachtungstasche gepackt. Mit großem Gepäck wären die Treppen mühsam gewesen, so jedoch kein Problem.

Das Zimmer war großzügig, die Betten bequem und das Frühstück sehr lecker.

UPS, da hab ich doch glatt vergessen Fotos zu machen. Diese könnt ihr aber bei booking.com finden.

Portmagee:

John Morgans Haus ⭐⭐⭐1/2

Sehr großes Haus mit drei Schlafzimmern, direkt am kleinen Hafen gelegen, inklusive eigenem Parkplatz neben dem Haus. Trotz angenehmer Außentemperaturen war es im Haus leider recht kalt.

Die Küchenausstattung bietet das Nötigste; ein Besen war allerdings nur schwer zu finden. Ein paar Gewürze sowie Essig und Öl hätten die Ausstattung abgerundet. Die Betten waren bequem.

Bantry:

Lakeside Lookout ⭐⭐⭐ ½

Optisch sicher die schönste Unterkunft unserer Reise. Die Betten waren auch hier sehr bequem. In den Schlafzimmern gab es jedoch nur kleine Kippfenster in der Dachschräge, zudem herrschte eine starke Mückenplage. Zum Glück waren an allen Fenstern Insektenschutznetze angebracht. Innen war es ebenfalls recht kühl.

Die Küche war sehr gut ausgestattet. Das kleine Ferienhaus liegt idyllisch an einem See, doch wegen der vielen Mücken konnten wir den Außenbereich leider nicht nutzen – schade!

Die Unterkunft befindet sich außerhalb von Bantry; für Fahrten in die Stadt ist ein Auto erforderlich.

Dungarvan:

Accomodation@32 ⭐⭐⭐⭐ 1/2

Hier haben wir uns vom ersten Moment an herzlich willkommen gefühlt. Die Ferienwohnung war angenehm warm, und in der kleinen Küche standen Kekse, Toastbrot, Butter und Milch für uns bereit – sogar reichlich Kaffeekapseln.

Die Betten waren bequem, alles funktionierte einwandfrei. Insgesamt unsere beste Unterkunft auf dieser Reise.

Wexford:

Sinnotts Bar ⭐⭐⭐

Unsere günstigste Unterkunft über einem etwas in die Jahre gekommener Pub am Stadtrand von Wexford. Entsprechend gespannt waren wir – doch das Zimmer war absolut in Ordnung.

Die Betten waren bequem, die Dusche klein, aber relativ neu, und es gab sogar einen Wasserkocher sowie frisches Wasser. Für eine Nacht völlig ausreichend. Wir würden wiederkommen.

Dublin:

Blooms Hotel ⭐⭐⭐⭐

Mitten im Geschehen von Temple Bar – normalerweise nicht mein bevorzugtes Viertel. Für Dublin war das Hotel jedoch vergleichsweise günstig, sogar inklusive Frühstück. Die Betten waren bequem, und es war alles vorhanden, was wir brauchten.

Das Wetter:

Wer nach Irland reist, weiß: Das Wetter ist immer ein Thema. Normalerweise rechnet man ja mit viel Regen. Doch dieser Sommer meinte es ausgesprochen gut mit uns.

Mit durchschnittlich etwa 25 °C waren wir mehr als zufrieden. Meist schien die Sonne, und geregnet hat es – soweit ich mich erinnere – gerade einmal an zwei Tagen. Natürlich war es auch öfter bewölkt, aber so ist Irland eben. Es gibt schließlich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Wir haben den irischen Sommer sehr genossen und sind sogar einmal im Meer baden gegangen – möglich gewesen wäre es an mindestens vier Tagen. Wirklich kein Grund zur Klage.

Flora und Fauna:

Die Stars der Insel sind natürlich die Schafe – ich kann mich einfach nicht an ihnen sattsehen. Aber auch die Kühe haben uns immer wieder in Erstaunen versetzt.

Im Burren blühte Irland so intensiv wie ich es noch nie erlebt habe. Das satte Grün der Wiesen ist eine wahre Wohltat fürs Auge, und das leuchtende Gelb des Ginsters steht für mich sinnbildlich für die irische Lebensfreude.

In den Wicklow Mountains tauchten wir schließlich in das Lila der Heidelandschaft ein. Dort wären wir gerne noch länger geblieben.

Unser Mietwagen:

Der kleine, an den Seiten bereits stark verbeulte und verkratzte Dacia war uns ein treuer Begleiter.

Blöd nur, dass uns die Autovermietung mit einer völlig überhöhten Kaution über den Tisch ziehen wollte. Obwohl wir sie eigentlich nicht gebraucht hätten, mussten wir zusätzlich eine Vollkaskoversicherung abschließen. Shit happens! So etwas passiert mir nur einmal. 👿