Die Route - Nach Tagen aufgeteilt
5. Tag
Sonntag, 27. März 2022 - Agaete
Autotour zur Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria
Zum heutigen Tag ist eigentlich nicht viel zu sagen bzw.. zu schreiben.
Wie im Wetterbericht angekündigt, war das Wetter in unseer Ecke der Insel heute sehr ungemütlich. Wenigsten sahen wir schon am Morgen einen Regenbogen.
Wir beschlossen daher, doch schon heute in die Inselhauptstadt zu fahren. Geplant war dies eigentlich erst für den nächsten Tag, aber ll. Wetterbericht sollte das Wetter dort erheblich besser sein, als im Rest der Insel.
Las Palmas de Gran Canaria
Um kurz vor 10:00 Uhr hatten wir die Inselhauptstadt erreicht.
Direkt in der Einfahrt zur Altstadt fanden wir auch einen Parkplatz. Lt. Googelinchen sollten es von hier aus nur 10 Minuten Fußweg bis in die Altstadt sein. Wir schnappten uns daher unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg.
Keine 10 Minuten später saßen wir schon in einem Cafe und hatten einen Cortado bestellt. So hatten wir uns das vorgestellt.
Noch war es zwar etwas frisch, aber wenigstens sahten wir hier schon etwas blauen Himmel durch die Wolkenschicht hindurch scheinen. Davon hatten wir auf dem Weg hierher nicht so viel gesehen.
Nachdem wir uns aklimatisiert hatten stellten wir erfreut fest, dass wir schon in der Straße zur Kathedrale Santa Ana saßen. Das war ja perfekt!
Kathedrale Santa Ana
Genug meditiert, schließlich wollen wir ja noch vor Sonnenuntergang am Hafen ankommen.
Kurz darauf hatten wir schon einen ersten Blick auf Agaete.
Die dreischiffige Kirche mit Querhaus stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Im gotischen Inneren fallen besonders die fächerförmigen Säulen auf, die an Palmwedel erinnern. Über mehrere Jahrhunderte hinweg ruhte der Bau, was sich in der klassizistischen Außenansicht des Gotteshauses widerspiegelt.
Das hintere Kirchenschiff und die Kapellen des linken Seitenschiffs sind im gotischen Stil gestaltet. Da sich die Bauzeit jedoch über fast vier Jahrhunderte erstreckte, wurden auch nachfolgende Architekturstile integriert: Das rechte Seitenschiff stammt aus der Renaissance, die San-Fernando-Kapelle aus dem Barock, die Kuppel aus der Historismuszeit. Die klassizistische Westfassade wurde nach den Plänen des Bildhauers und Architekten Luján Pérez errichtet.
Mit ihren zwei Türmen ist diese Kirche die älteste und größte auf der Insel und dient als Bischofskirche des Bistums Kanarische Inseln. Zur Kathedrale gehört zudem das bedeutendste Archiv der Kanaren.Weitere Infos findet ihr bei Wikipedia.de
Nachdem unser Kaffee getrunken war, wurde es Zeit die Kathedrale zu besichtigen.
Erfreut stellten wir fest, dass man auf den rechten der beiden Türme fahren konnte. Klasse, da konnten wir natürlich nicht widerstehen
Vorher nur ein kurzer Blick auf den Kirchplatz (Plaza Mayor de Santa Ana).
Hier erblickt man nicht nur schöne Fasaden, sondern auch das Rathaus der Inselhauptstadt.
Nicht zu vergessen stehen hier auch die Namens gebenen Hundeskulpturen. Momentan leider sehr belagert und im Schatten.
Aber jetzt lasst uns endlich die Stadt von oben betrachten.
Als erstes ein kurzer Blick auf die Kuppel und den zweiten Glockenturm. Beides war schon sehr beeindruckend.







Der Blick über die Stadt war nicht nur wegen dem heutigen Wolkenspiel atemberaubend.
Wieder unten angekommen, schauten wir nur kurz in das innere des Kirchenschiffs. Wegen der Lichtverhältnisse gibt es nur Handy-Fotos.
Ganz zu schweigen von dieser abwechslungsreichen Architektur.
Es wird Zeit zuzugeben, dass wir uns mit der Inselhauptstadt vorher kaum beschäftigt hatten. Ich wusste eigentlich nur, dass es hier ein Kolumbus-Haus und eine Kathedrale gibt – viel mehr war mir nicht bekannt.
Umso überraschter waren wir von den vielen schönen Fassaden, besonders entlang der Einkaufsstraße.








Am Ende der Einkaufsstraße kamen wir zum Parque San Telmo mit der Iglesia de San Francisco de Borja, die meist einfach Iglesia de San Telmo genannt wird. Da dort gerade ein Gottesdienst stattfand, blieben wir respektvoll im Hintergrund.
Die kleine Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und war ursprünglich den Seeleuten gewidmet, die vom nahegelegenen Hafen aus in See stachen. Viele von ihnen kamen hierher, um vor ihrer Reise zu beten und Schutz für die Überfahrt zu erbitten.
Direkt davor liegt der Parque San Telmo, einer der bekanntesten Plätze der Stadt. Der Park ist ein beliebter Treffpunkt und fällt besonders durch seinen hübschen Jugendstil-Kiosk aus dem frühen 20. Jahrhundert sowie die bunt gefliesten Bänke im typisch kanarischen Stil auf. Heute herrscht hier meist ein lebhaftes Treiben mit Cafés, Busstation und vielen Einheimischen, die hier eine kleine Pause einlegen.
Als sich der Himmel langsam verdunkelte, beschlossen wir spontan, uns noch das Kolumbus-Museum anzusehen. Doch leider hatten wir die Zeit verpasst – genau in dem Moment, als wir ankamen, wurden die Türen geschlossen. Nun ja, dann eben ein anderes Mal.
Zum Trost suchten wir uns ein Eiscafe. Wie man sieht, ein würdiger Ersatz.
Nach dieser entspannten Pause schlenderten wir so langsam zurück zu unserem Auto.
Dort angekommen fiel uns sofort dieser herrliche Baum ins Auge. Einen solch außergewöhnlichen Baumstamm hatten wir beide noch nie gesehen.
Es handelt sich um einen Florettseidenbaum (Ceiba speciosa). Heimisch ist dieser Baum in Südamerika und kommt vor allem in Argentinien, Paraguay und Brasilien vor. Besonders auffällig ist sein dicker, flaschenförmiger Stamm, der mit kräftigen Dornen besetzt ist. Mit seinen großen rosa Blüten – die wir leider nicht zu Gesicht bekamen – ist er normalerweise ein echter Blickfang.
Diese Blüten hätten wir natürlich gerne gesehen, doch dafür war wohl nicht die richtige Jahreszeit. Schade.
Für uns hieß es nun langsam Abschied zu nehmen von dieser so unerwartet schönen Inselhauptstadt. Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher zum berühmten Stadtstrand machen, doch irgendwie war die Luft raus. Also fuhren wir zurück nach Agaete, wo wir den Tag gemütlich ausklingen ließen.
So endete unser Tag in Las Palmas. Eigentlich hatten wir der Inselhauptstadt gar nicht so viel Aufmerksamkeit schenken wollen – umso schöner war es, dass sie uns mit ihren hübschen Straßen, den historischen Gebäuden und vielen kleinen Entdeckungen so positiv überrascht hat.




