Die Route - Nach Tagen aufgeteilt
8. Tag
Mittwoch, 30. März 2022 - Ageate nach Puerto de Mogán
Transfer und Autotour zum Cactualdea – Mittags in Puerto de da Aldea – Fahr über Los Azulejos de Venequera nach Puerto de Mogán
Transfer und Autotour zum Cactualdea – Mittags in Puerto de da Aldea – Fahr über Los Azulejos de Venequera nach Puerto de Mogán
Heute war es soweit.
Nach 8 Übernachtungen wechselten wir unseren Standort.
Agaete hat uns sehr gut gefallen. Lediglich das Wetter hätte etwas wärmer sein können.
Nachdem die Koffer gepackt und das Auto beladen war, machten wir uns auf den Weg gen Südwesten.
Puerto de Mogán war heute unser Endziel.
Hier war unser Standort für die nächsten 9 Tage.
Jetzt galt es aber erst einmal zu unserem ersten Besichtigungspunkt zu kommen. Wieso es von der Fahrt entlang der Küste, die bei tollsten Sonnenschein stattfand keine Fotos gibt, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich lag es am Sonnenstand, der uns immer im Schatten wähnte.
Erinnern kann ich mich aber noch daran, dass wir nach einem Dreherle so gegen 10:00 Uhr unser erstes Ziel, den Kaktusgarten erreichten.
Wegen diesem Kaktusgarten stritten sich die Geister.
Die einen meinten, er währe heruntergekommen, die anderen waren begeistert wie wir. Wir hatten aber auch ein sehr nettes Empfangskommité.
Cactualdea
Nachdem wir die Kasse hinter uns gelassen hatten und uns endlich von den putzigen Kücken trennen konnten, folgten wir dem Weg entlang der Mauer.
Die Kakteen die wir hier vorfanden hatten schon ein beeindruckendes Alter.
Doch bevor wir uns dem eigentlichen Grunde unseres Besuches widmen konnten, forderten die anderes Stars dieses Gartens unsere Aufmerksamkeit. Und wenn man so nett gelockt wird, dann bleibt man natürlich dran.
Wer kann da schon Widerstehen? Wir auf keinen Fall.
So langsam wurde es Zeit für die eigentlichen Stars dieses kleinen Gartens.











Was für eine Pracht! Nach den eher durchwachsenen Kritiken hatten wir mit einem so schönen kleinen Park überhaupt nicht gerechnet. Ich glaube, wir sind jeden einzelnen Weg abgelaufen und haben jede Ecke genossen. Die Vielfalt an Kakteen und Palmen war wirklich beeindruckend.
Klar, ein paar Hinweisschilder mehr hätten nicht geschadet – aber dafür haben wir ja heutzutage alle möglichen Apps auf dem Handy. 🌵🌴📱
Bedauert haben wir lediglich, dass es hier kein schönes Lokal oder Café gab. Stattdessen hätte man nur eine Dose Cola oder Limo kaufen können – das war uns dann doch etwas zu wenig.
Mit einem letzten Blick auf die Hühner verließen wir diesen kleinen, sehr sehenswerten Kakteengarten.
Hungrig wie wir waren suchten wir uns einen Ort am Meer auf der Karte aus.
Puerto de la Aldea
schien ein guter Ort für eine Mittagspause zu sein.
Nach einer kurzen Wartezeit ergatterten wir tatsächlich einen der begehrten Tische im Schatten des kleinen Restaurants mit Blick auf das Meer. Nicht nur der Ausblick war hier empfehlenswert. Das Essen war wirklich sehr lecker.
Anschließend chillten wir noch etwas auf den Holzinseln bevor wir uns so langsam auf den Heimweg machten.
Los Azulejos de Veneguera
Diese Gegend ist nicht nur wegen ihrer impossanten Felsformationen, sondern vor allem wegen ihrer farbenfrohen Gesteinsstrukturen berühmt.
Diese Farben sind schon verrückt. So bunte Felsen kannten wir bisher nur aus den USA.
Doch woher stammen diese unglaublichen Farben?
Als das Magma aus dem Vulkanschlot aufstieg, traf es auf eine feuchte Umgebung. Dabei wurden heiße Gase und sogenannte hydrothermale Flüssigkeiten freigesetzt, die wie ein unsichtbarer Schleier durch die Luft zogen.
Diese Stoffe griffen das umliegende Gestein an und veränderten es im Laufe der Zeit. Besonders die inneren Wände des Kraters wurden dabei umgeformt – als hätte die Natur hier selbst mit Pinsel und Farbe gearbeitet. 🌋
In diesem Fall handelt es sich um eine große Caldera – die des Vulkans Tejeda, die vor etwa 14 Millionen Jahren entstanden ist. Die farbigen Gesteine sind sogenannte pyroklastische Ablagerungen, fachlich Ignimbrit genannt, was wörtlich „brennender Stein“ bedeutet.
Die unterschiedlichen Farbtöne entstehen durch die variierenden Anteile von Mineralien, die in den hydrothermalen Flüssigkeiten enthalten waren und das Gestein im Laufe der Zeit verändert haben.
Nach einer langen Zeit der Erosion können wir heute wie durch ein Zeitfenster das Innere des großen Vulkans und seine „bunten Kacheln“ betrachten. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund für diese unglaubliche Vegetation entlang der Caldera.
Nach diesem letzten Blick in die Landschaft fuhren wir zügig zu unserem neuen Übernachtungsort Puerto de Mogán.
Dort angekommen, bezogen wir zunächst unser Zimmer und richteten uns für die kommende Woche ein. Nach dem Abendessen machten wir noch einen kurzen Spaziergang durch den Ort.
Fotografiert haben wir an diesem Abend allerdings nicht mehr.
