Die Route - Nach Tagen aufgeteilt
12. Tag
Sonntag, 3. April 2022 - Puerto de Mogán
Spaziergang über die Ausgrabungsstätte Canada de Los Gatos + Autotour nach Maspalomas
Heute war einer dieser Tage, die man im Urlaub eigentlich nicht braucht.
Das Wetter konnte sich einfach nicht entscheiden – für den Pool war es zu kühl und für ein Museum fast schon zu sonnig.
Wie gut, dass sich direkt hinter unserem Hotel noch eine archäologische Anlage befand, die wir ohnehin besichtigen wollten.
Zona Arqueológica de Cañada de Los Gatos
Diese Ausgrabungsstätte gehörte zu unserem Hotel und war für Gäste kostenfrei zugänglich.
Ich gehe davon aus, dass man sie während der Bauarbeiten entdeckt hat und die Baugenehmigung an die Zugänglichkeit und Pflege der Anlage geknüpft ist.
Uns sollte es recht sein – eine Besichtigung war genau das Richtige an diesem etwas trostlosen Tag.
Also stiefelten wir durch den hinteren Seitenausgang und gingen einen kleinen Hang hinauf.
Als Erstes entdeckten wir die Grabstätten und Höhlen. Viel mehr war von der etwa vor 1.300 Jahren entstandenen Siedlung leider nicht mehr übrig geblieben.
Der Weg, auf dem wir nicht alleine unterwegs waren, war gut erkennbar und an manchen Stellen sogar gesichert.
An der höchsten Stelle der Anlage hat man einen sehr guten Überblick über die gesamte Siedlung. Erst von hier oben erkennt man richtig, dass es sich nicht nur um eine Begräbnisstätte, sondern um eine kleine Ansiedlung handelt.
Und auf der anderen Seite hatte man einen herrlichen Blick über Puerto de Mogán.
Schon alleine deswegen hatte sich der Weg gelohnt.
Das ehemalige Fischerdorf war inzwischen schon ganz schön verbaut und niemand weiß wohin das noch führt.
Zunächst zog es uns hinunter in den Ort, wo wir den restlichen Vormittag ein wenig verbummelten.
Da sich über Puerto de Mogán immer mehr Wolken zusammenzogen, beschlossen wir, unser Wetterglück in den Sanddünen von Maspalomas zu suchen. Anfangs sah das auch vielversprechend aus, denn unterwegs zeigte sich tatsächlich die Sonne.
Doch kaum hatten wir einen Parkplatz gefunden, wurden wir von einem heftigen Platzregen überrascht. Shit happens!
Wir ließen uns davon jedoch nicht entmutigen und machten uns, sobald der Regen nachgelassen hatte, auf den Weg in die Dünen.
Naturschutzgebiet Dünen von Maspalomas
Das sich vor Tausenden von Jahren entwickelte Dünengebiet ist das Ergebnis natürlicher Prozesse wie Wind- und Wassererosion. Es erstreckt sich über eine Fläche von etwa 404 Hektar und steht seit 1987 unter Schutz.
Wie man auf den Fotos gut erkennen kann, fegte ein nicht unerheblicher Wind über die Dünen. Von Sonne war leider weit und breit nichts zu sehen.
Ehrlich gesagt, das war alles andere als spaßig, und wir waren schon etwas frustriert.
Da wir nun aber schon einmal hier waren, gingen wir einfach weiter durch die Dünenlandschaft.
Bei Sonnenschein hätte es sicher deutlich mehr Spaß gemacht, durch den Sand zu stapfen, aber immerhin war es inzwischen trocken.
Und wie man sehen kann, waren wir nicht die Einzigen hier.







Man muss es positiv sehen: Den Strand an der Playa del Inglés hatten wir heute fast für uns allein.
Je länger wir in den Dünen unterwegs waren, desto freundlicher wurde das Wetter. Also beschlossen wir, uns in einer der Strandbars eine kleine Pause zu gönnen – vielleicht ließ sich die Sonne ja doch noch blicken. 🌤️
Was soll ich sagen – besseres Timing geht kaum. Kaum hatten wir uns gesetzt, prasselte auch schon ein heftiger Regenschauer nieder. Zum Glück saßen wir trocken. 🌧️
Da nach dem Regen auch noch ein kräftiger Wind einsetzte, suchten wir schließlich doch lieber das Weite.
Zurück in Puerto de Mogán zeigte sich dann tatsächlich noch die Sonne, sodass wir den Nachmittag entspannt am Pool ausklingen ließen.
