Fakten:

Die Route:

Sizilien im Frühsommer 2026

27.04. – 08.05.2026   

Start- und Endpunkt meiner Reise war Catania. Von dort ging es direkt nach Syrakus. Hier erkundete ich ausgiebig die Altstadt von Ortigia und die griechischen Ruinen, bevor ich weiterzog, um die Küste zu erkunden. Dabei entdeckte ich Flamingos und einige interessante kleine Orte.

Anschließend machte ich einen Abstecher in die Berge nach Ragusa. Von dort führte mich die Reise weiter an die Südküste nach Capo Rosello und noch ein Stück weiter bis nach Sciacca. Die kleine Stadt entpuppte sich für mich als eine echte, noch weitgehend unentdeckte Perle.

Von Capo Rosello ging es wieder zurück an die Ostküste. Mein erstes Ziel dort war Taormina, bevor es zum letzten Stopp zurück nach Catania ging – natürlich nicht ohne vorher noch einen Abstecher zum Ätna zu machen. Nach zwölf Tagen hieß es von Catania aus dann wieder Abschied nehmen und zurück nach Hause.

Was gab es zu sehen?
Viele Städte, alte und neue, Tempel, Kirchen, Gärten und natürlich auch Strände – schließlich sind wir ja auf einer Insel! 😉

Die einzelnen Stationen:

Während dieser Reise legte ich insgesamt rund 1.007 km mit dem Auto zurück. Zu Fuß kamen in den 12 Tagen noch einmal etwa 173 km zusammen. Nicht schlecht für eine Städtetour! 😄

Fazit:

Bei der Vorbereitung meiner Reise musste ich leider feststellen, dass zwölf Tage viel zu kurz sind, um die gesamte Insel zu erkunden. Ich beschränkte mich daher hauptsächlich auf den Osten und einen kleinen Teil des Südens. Rückblickend gesehen habe ich dabei fast alles richtig gemacht.

Einen kleinen Fehler gab es allerdings in meiner Planung: Ich hatte gedacht, dass ich von Taormina aus ganz locker einen Ausflug zu den Liparischen Inseln machen könnte. Möglich wäre es sicher gewesen, aber ob es sich für einen einzigen Tag wirklich gelohnt hätte? Ich glaube, diesen Inseln gönnt man besser ein paar Tage und nicht nur einen kurzen Abstecher. Von daher war es wahrscheinlich die bessere Entscheidung, stattdessen noch einen Teil des Südens zu erkunden.

Mein Fazit dieser Süd-Ost- oder besser Ost-Süd-Tour: Ich habe unglaublich viel gesehen, allerdings war die Reise schon ziemlich städtelastig. Etwas mehr Natur hätte mir gut gefallen. Umso mehr hat mich überrascht, wie bunt Sizilien ist. Mit dieser Vielfalt an Pflanzen und Blumen hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Die Sizilianer waren allesamt sehr charmant und immer freundlich. Das Essen war lecker und selbst der Straßenverkehr war in großen Teilen deutlich entspannter als in Frankfurt. 😉

Ich komme gerne wieder – dann geht es auf die andere Seite der Insel!

Fazit zu den Unterkünften:

Grundsätzlich kann ich alle gebuchten Hotels, B&Bs und Ferienhäuser weiterempfehlen. Bis auf einen B&B waren alle Unterkünfte so wie beschrieben und haben mir gut gefallen.  

Unsere Unterkünfte:

Syrakus:

Casa Nini – Villa Bosco ⭐⭐⭐⭐

Dieses B&B überzeugt vor allem durch seine hervorragende Lage, nicht weit von Ortigia entfernt. Das Zimmer war zwar klein, dafür aber gemütlich und mit einem sehr bequemen Bett ausgestattet. In der kleinen Küche fand sich alles, was man braucht – sogar eine kleine Espressomaschine.

Überraschenderweise befand sich die Dusche direkt im Zimmer. Das war zunächst etwas ungewöhnlich, hat mich aber überhaupt nicht gestört. Die Toilette war separat.

Der kleine, zur Wohnung gehörende Balkon war mit einem Tisch und Stühlen möbliert und lud mich jeden Morgen zum Frühstücken in der Sonne ein. Ein schöner Start in den Tag!

Ragusa:

Bed and Breakfast Terra del Sole Ibla ⭐⭐⭐⭐1/2

Hier blieben keine Wünsche offen. Der Service war ausgesprochen freundlich und zuvorkommend. Der Manager des B&B parkte mir sogar meinen Wagen – ein Service, den ich so nicht erwartet hatte.

Das Zimmer war geschmackvoll eingerichtet und zusätzlich mit einer Minibar, Espressomaschine und allem, was man sonst so braucht, ausgestattet. Das Bett war super bequem und der Ausblick vom Balkon einfach der HAMMER!

Auch das Frühstück am Morgen auf der kleinen Terrasse mit ihrem wunderschönen Ausblick übertraf all meine Erwartungen. Hier hätte ich wirklich gerne noch eine Nacht länger bleiben können.

Capo Rosello:

La Scogliera Turca ⭐1/2

Die Enttäuschung der Reise!

Das Zimmer war leider ziemlich lieblos eingerichtet. Das Bett war unbequem und quietschte bei jeder Bewegung. Die Terrasse war entgegen der Beschreibung nicht ausschließlich meinem Zimmer zugeordnet. Auch der Ausblick aus dem Zimmer war dank der dicken Vorhänge gleich null. Ich kam mir vor wie im Knast.

Auch sonst war die Ausstattung eher dürftig: Es gab weder WLAN noch sonstigen Internetzugang im Zimmer und nicht einmal einen Wasserkocher. Im Grunde war es einfach nur ein nacktes Zimmer – und das zu einem Preis, den ich dafür absolut nicht angemessen fand.

Daher habe ich die zweite Nacht kurzerhand storniert – bezahlen musste ich sie natürlich trotzdem. 😡

Einziger Lichtblick war das Frühstück, das wirklich gut war. Dafür gibt es die Sterne – der Rest konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.

La Scogliera Turca
La Scogliera Turca
La Scogliera Turca
La Scogliera Turca

Realmonte:

M’arriposu

⭐⭐⭐⭐

Die Überraschung der Reise.

Diese kleine, aber feine Ferienwohnung habe ich sehr spontan gebucht, nachdem mir meine vorherige Behausung so gar nicht gefallen hatte. Die Fotos im Internet fand ich schon sehr ansprechend – und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Kaum angekommen, wurde ich sehr herzlich empfangen und fühlte mich sofort willkommen. Die kleine Wohnung ist gemütlich eingerichtet und mit allem ausgestattet, was man braucht: ein sehr bequemes Bett, ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen sowie eine Kaffeeecke mit Espressomaschine und sogar einem Milchaufschäumer für den Cappuccino. Dazu standen einige Kleinigkeiten fürs Frühstück bereit.

Hier fühlte ich mich wirklich willkommen.

Taormina:

Eine sehr schöne kleine Pension mitten in der Altstadt von Taormina. Zur quirligen Hauptstraße sind es etwa zehn Minuten zu Fuß. Im Vorfeld kann man einen kostenpflichtigen Parkplatz reservieren – ein echter Pluspunkt in Taormina.

Die Zimmer sind sehr gut ausgestattet und es fehlt eigentlich an nichts. Da mir das Bett etwas zu hart war, bat ich darum, es etwas weicher auszupolstern. Mein Wunsch wurde umgehend erfüllt. Gleich neben dem Zimmer befand sich außerdem eine kleine Pantryküche, in der ich mir morgens meinen Kaffee zubereiten konnte.

Blöderweise habe ich vergessen, ein paar Fotos vom Zimmer zu machen. Daher gibt es hier nur Bilder vom Ausblick, dem kleinen Gärtchen, in dem auch gefrühstückt wird, und natürlich vom exzellenten Frühstück. Das war übrigens eines der besten auf dieser Reise. 😊

Vom kleinen Balkon hatte ich sogar einen schönen Blick aufs Meer – zumindest ein kleines Stück davon.

Catania:

Diese Ferienwohnung punktet vor allem mit ihrer großzügigen Größe und der guten Lage. Insgesamt können hier bis zu vier Personen bequem in zwei Schlafzimmern untergebracht werden. Dazu kommen zwei Bäder sowie ein großer Wohn- und Essbereich. Die Küche ist gut ausgestattet, die Betten sind bequem und alles funktionierte einwandfrei.

Einen Parkplatz fand ich direkt um die Ecke am Straßenrand. Auch das Zentrum von Catania war von hier aus in etwa fünf Minuten zu Fuß erreichbar.

Das Wetter:

**Bis auf einen Tag schien die Sonne fast durchgehend vom Himmel. An diesem einen Tag war es meist bedeckt. Regen gab es nur wenige Minuten am Mittag und einen etwas kräftigeren Schauer am Abend. Der kam allerdings genau zur richtigen Zeit, denn da saß ich gerade gemütlich beim Essen. 😄

Die Temperaturen waren mit durchschnittlich 20 bis 25 °C etwas kühler als erwartet. Ich hatte mir das Wetter für den Frühsommer eigentlich etwas wärmer vorgestellt. Für meine Städtetouren waren die Temperaturen allerdings ausgesprochen angenehm, zumal es nie unter 18 °C ging.**

Flora und Fauna:

Sizilien zeigt sich im Frühsommer in voller Blütenpracht. Immer wieder gab es Momente, die mich regelrecht flashten, denn mit einer solchen Vielfalt und Fülle an Blüten hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Bei der Tierwelt waren vor allem die Flamingos ein Highlight. Ansonsten gab es kleinere Raubvögel, Reiher und einige Echsen zu entdecken. Aber deswegen kommt man ja auch nicht unbedingt nach Sizilien.

Der Mietwagen:

Der kleine Seat Arona mit einfachster Ausstattung und Automatikgetriebe war mir ein treuer Begleiter.

Blöd nur, dass die Autovermietung nicht gerade kundenorientiert war und – anders als beschrieben – nicht im Terminal, sondern weitab vom Schuss lag. Bei der Abgabe versuchte ein Mitarbeiter dann auch noch, mich abzuzocken.

Shit happens! Bei denen buche ich jedenfalls nicht mehr!!! 👿