Die Route - Nach Tagen aufgeteilt
8. Tag
Montag, 4. Mai 2026 - Taormina
Taormina pur!
Heute war ein autofreier Tag, denn heute gehörte der Tag ganz Taormina und seinen großen und kleinen Sehenswürdigkeiten. Nach dem Blick aus dem Fenster zu urteilen, versprach das Wetter jedenfalls nur Gutes.
Ich ließ den Tag ganz entspannt angehen. Schließlich bin ich im Urlaub und nicht auf der Flucht. Nach einem sehr leckeren Frühstück machte ich mich daher erst kurz vor 10 Uhr auf den Weg ins Getümmel von Taormina. Von meinem B&B aus waren es gerade einmal 15 gemütliche Gehminuten bis zu meinem ersten Highlight des Tages.
Teatro Antico di Taormina
Das Teatro Antico war ohne Zweifel der Hauptgrund für meinen Besuch in Taormina. Schließlich zählt es nicht nur zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Siziliens, sondern gilt auch als eines der schönsten antiken Theater der Welt. Und spätestens beim Betreten der Anlage versteht man auch warum.
Ursprünglich wurde das Theater bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. von den Griechen erbaut und später von den Römern erweitert. Heute begeistert es seine Besucher aber vor allem durch seine spektakuläre Lage. Der Blick über das Meer bis hin zum Ätna ist einfach atemberaubend und dürfte wohl einer der schönsten Ausblicke sein, die ein antikes Theater überhaupt zu bieten hat.
Ich würde sogar behaupten, dass man das Teatro Antico allein schon wegen dieser Kulisse besuchen sollte. Die antiken Mauern sind dabei das berühmte i-Tüpfelchen.
Genug der Worte! Lasst uns gemeinsam durch eines der schönsten antiken Theater Siziliens spazieren.
Die Aufführungen dort sind bestimmt bombastisch. Allerdings möchte ich nicht mit den Schauspielern tauschen – gegen diesen Ausblick anzuspielen, ist sicherlich keine leichte Aufgabe. 😄
Na dann halt nicht! Dann müssen wir uns die Aussichten von hier oben eben noch einmal ganz in Ruhe anschauen.
Den fantastischen Ausblicken lasse ich gleich noch ein paar Impressionen meines bisherigen Spaziergangs durch Taormina folgen.
Mittagspause!
Für diese bot sich heute ein ganz besonderes Plätzchen an, über das ich eher zufällig gestolpert war. Manchmal sind es eben genau diese ungeplanten Entdeckungen, die einen Reisetag perfekt machen.
Besser hätte ich meine Mittagspause kaum verbringen können, denn das kleine Restaurant mit seiner großzügigen Terrasse befand sich direkt vor dem
Parco Trevelyan
meinem zweiten Besichtigungspunkt des heutigen Tages.
Was für ein schöner Park! Nach dem touristischen Getümmel der Altstadt war der Parco Trevelyan genau der richtige Ort für eine kleine Verschnaufpause. Schattige Wege, exotische Pflanzen und immer wieder grandiose Ausblicke auf das Meer und den Ätna – viel mehr braucht es manchmal gar nicht.
Angelegt wurde der Park Ende des 19. Jahrhunderts von der exzentrischen englischen Adeligen Florence Trevelyan, die sich nach einem gesellschaftlichen Skandal in London in Taormina niederließ und hier ihr kleines Paradies schuf.
Zwischen exotischen Pflanzen, verspielten viktorianischen Bauten und schattigen Wegen eröffnen sich immer wieder fantastische Ausblicke auf das Meer und den Ätna.
Der Parco Trevelyan ist einer dieser Orte, an denen man einfach gemütlich umherschlendert und alle paar Meter die Kamera zückt. Genug der Worte – lasst uns einfach gemeinsam durch den Park spazieren!
Okay, damit waren die offiziellen Besichtigungspunkte erst einmal abgehakt. Jetzt begann mein liebster Teil eines Reisetages: einfach durch die Gassen zu streunen und die vielen kleinen Dinge am Wegesrand zu entdecken. Und davon hatte Taormina so einiges zu bieten.
Glaubt nicht, dass die Stadt leer ist, das Gegenteil ist der Fall. Täglich laufen tausende, hauptsächlich Boots-Touristen durch die Gassen von Taormina. Zum Glück bleiben diese aber bei den sog. Hauptatraktionen, wie das Teatro Antico und der Haupteingangsstraße dem Corso Umberto hängen. Der Parco Trevelyan ist da schon eher ein Kleinod. Alleine um diese Gasse mit ihren aufgehängten skurilen Töpferwaren zu fotografieren, muss man sich teilweise anstellen.
Und selbst für das perfekte Foto muss man in Taormina manchmal Geduld mitbringen. Um diese Gasse mit ihren aufgehängten skurrilen Töpferwaren fotografieren zu können, heißt es nämlich nicht selten: anstellen und warten, bis die anderen Fotografen aus dem Bild verschwunden sind. 😉
Andere wiederum interessiert es herzlich wenig, dass sie gerade mitten in einem der beliebtesten Fotomotive Taorminas sitzen. 😄
Kathedrale Santa Maria delle Colonne
Zugegeben, Taormina ist wirklich eine schöne kleine Stadt. Für meinen Geschmack lebt sie allerdings weniger von ihren Sehenswürdigkeiten als vielmehr von ihrer Atmosphäre. Hier schlendert man durch hübsche Gassen, genießt die Aussicht und lässt einfach ein wenig die Seele baumeln. Wer spektakuläre Attraktionen sucht, wird in anderen Städten Siziliens vielleicht eher fündig.
Schauen wir uns einmal die Piazza IX Aprile etwas genauer an.
Da wäre zum einen, die Chiesa di San Giuseppe.
Erbaut im 17. Jahrhundert im sizilianischen Barockstil, begeistert sie vor allem durch ihre elegante Freitreppe und die harmonische Fassade.
nnen ist sie eher klein und glänzt vor allem mit ihrem barocken Stuck. Für Kirchenliebhaber ist sie sicherlich einen Blick wert.
Ganz ehrlich? Mich hat vor allem ihr Äußeres begeistert. Die hübsche Barockfassade mit der geschwungenen Freitreppe ist einfach ein wunderbares Fotomotiv und passt perfekt zur Piazza IX Aprile.
Und von ihrer Freitreppe aus hat man einen schönen Blick über die Piazza IX Aprile.
Bei dem Gebäude links im Bild handelt es sich um die ehemalige Kirche des hl. Augustinus. Heute beherbergt sie die Stadtbibliothek von Taormina. Im Erdgeschoss werden zudem regelmäßig Werke einheimischer Künstler ausgestellt.
Ebenfalls direkt am Corso vor der Piazza steht diese hübsch bemalte Vespa, die farbenfroh für den Dolce-&-Gabbana-Shop wirbt. Man muss den Touris schließlich schon etwas bieten, damit die Kreditkarte wie von selbst aus der Tasche springt. 😄
Eine weitere Kirche stand dann aber doch noch auf meinem Plan:
Duomo di Taormina
Auf den ersten Blick erinnert der Duomo di Taormina eher an eine kleine Festung als an eine Kirche. Mit seinen zinnenbewehrten Mauern wirkt er fast ein wenig wehrhaft und hebt sich dadurch deutlich von den vielen barocken Kirchen Siziliens ab. Er wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut und ist damit eines der ältesten Gebäude der Altstadt.
Im Inneren geht es vergleichsweise schlicht zu. Wer vergoldete Altäre und opulente Stuckdecken erwartet, wird hier eher nicht fündig.
Von dem schönen Brunnen auf dem Platz vor dem Dom findet ihr im Internet sicherlich weitaus bessere Fotos als meine. Ich hatte nämlich jedes Mal die Sonne genau dort stehen, wo sie als Fotografin nun wirklich nicht hingehört. 😉
Zum Abschluss meines dreitägigen Aufenthalts lasse ich einfach noch ein paar Fotoschnipsel für sich sprechen.



































































