5. Tag

Samstag, 4. Mai 2026 - Minas Riotino

Roter geht nicht!

Heute ließen wir es gemächlich angehen, denn für die Zugfahrt konnten wir gestern erst ein Ticket für 13:00 Uhr ergattern. Zuvor hatten wir aber noch die Gelegenheit, uns das Museo Minero in Ruhe anzuschauen.

Museo Minero

Das Museo Minero befindet sich in einem ehemaligen Krankenhausgebäude aus dem Jahr 1927 und gibt einen guten Einblick in die lange Bergbaugeschichte der Region Río Tinto.

Besonders interessant ist die Ausstellung zur langen Bergbaugeschichte der Region, die bis in die Antike zurückreicht. Werkzeuge, Maschinen und Fundstücke vermitteln einen Eindruck von den verschiedenen Epochen und der Bedeutung der Kupfergewinnung.

Ein besonderes Ausstellungsstück ist der Nachbau eines römischen Bergbaustollens, der zeigt, unter welchen Bedingungen schon vor rund 2.000 Jahren unter Tage gearbeitet wurde. Leider sind meine Fotos davon wenig aussagekräftig – dort war es einfach viel zu dunkel. 😉

Ein weiteres Highlight ist der luxuriöse Waggon von Maharaja Sir Bhupinder Singh aus dem Jahr 1892, der ursprünglich für die Rio-Tinto-Gesellschaft gebaut wurde. Ein ziemlich ungewöhnlicher Kontrast zur ansonsten eher technischen Ausstellung.

Wie schon gestern Abend hatten wir auch heute Mittag Pech bei der Restaurantsuche. In dem kleinen Ort gibt es nur wenige Lokale, und die meisten Tische waren von Busgesellschaften vorreserviert. Uns blieb also nur die Imbissbude. Besser als nichts! 😉

Kommt mit, es wird langsam Zeit für den Zug 🚂

Ferrocarril Minero

Mit dem Ferrocarril Minero, der historischen Bergwerksbahn, ging es auf einer rund 12 Kilometer langen Strecke durch die vom Bergbau geprägte Landschaft entlang des Río Tinto.

Die Fahrt im historischen Zug bot eine schöne Möglichkeit, diese ungewöhnliche Landschaft aus einer anderen Perspektive zu erleben. Besonders auffällig ist natürlich der rot gefärbte Río Tinto, der durch seinen hohen Mineralgehalt seine außergewöhnliche Farbe erhält.

Schon am Bahnhof fühlten wir uns wie im Südwesten der USA. Was für eine Landschaft – und dann noch die verlassenen Minen! Wir mussten uns wirklich kneifen. Aber schaut selbst! 😮

Es wird noch südwestlicher…..lasst euch überraschen!

So langsam kamen wir dem Roten Fluss näher … 😮

An der kleinen Bahnstation

Los Frailes

machte der Zug Halt. Während der Zug rangierte, konnten wir aussteigen und hinunter zum Río Tinto gehen, um ihn aus nächster Nähe zu erleben.

Hier wurde es nur richtig ROT

Für die Rückfahrt ließen wir uns beim Einsteigen etwas Zeit und ergatterten daher nur noch einen Platz, an dem sich das Fenster nicht öffnen ließ. Shit happens … oder war das vielleicht die Gelegenheit, die Fahrt einfach mal ohne Kamera in der Hand zu genießen? 😉

Wieder zurück am Bergbaumuseum, fuhren wir in Kolonne zu unserem letzten Besichtigungspunkt dieser Tour, der

Corta Atalaya

Corta Atalaya

Die Corta Atalaya ist einer der bekanntesten Tagebaue des Bergbaugebiets von Riotinto. Von einem Aussichtspunkt konnten wir einen Blick in den riesigen, terrassenförmig angelegten Tagebau werfen. Die gewaltigen Dimensionen sind schon beeindruckend, auch wenn man leider nicht direkt in den Tagebau hineingelangt.

Damit war unsere Tour durch das Bergbaugebiet auch schon beendet.

Corta Atalaya
Corta Atalaya
Corta Atalaya

Ab jetzt mussten wir selbst auf die Suche nach einer schönen Stelle am Roten Fluss gehen. Es dauerte zwar einen Moment, aber schließlich entdeckten wir die ehemalige Bahnstation Berrocal. 

Estación Berrocal

Die Estación Berrocal ist eine ehemalige Bahnstation der historischen Minenbahn von Riotinto. Heute erinnert hier vor allem die alte Bahntrasse an die Zeit, als mit der Eisenbahn das in den Minen abgebaute Erz transportiert wurde.

Für uns war die Station vor allem ein Zwischenstopp auf der Suche nach einer schönen Stelle am Río Tinto. Und tatsächlich: Auch hier zeigt sich die für die Region so typische, ungewöhnlich rote Landschaft.

Jetzt mussten wir nur noch dem Weg entlang der Gleise durch eine kleine Schlucht folgen. Irgendwann tauchte auch eine alte, kleine Steinbrücke auf – und schon standen wir am tiefroten Ufer des Río Tinto.

Noch nicht rot genug? 😄 🤣😄 🤣 😄 🤣

Was soll ich sagen: Diesmal war wirklich das Ziel das Ziel. 
Ich glaube, wir bekamen lange das Grinsen nicht aus dem Gesicht, als wir hier bei diesem Hammer-Licht am Ufer standen. Ist es nicht großartig und gleichzeitig unglaublich?

Zu gerne hätte ich einen dieser großen roten Steine mitgenommen – aber da siegte wirklich die Vernunft.

Roter wird es nicht mehr…..wir sehen uns 💤💤💤