Die Route - Nach Tagen aufgeteilt
1. Tag
Dienstag, 30. April 2024 - Frankfurt - Ronda - Sevilla
Aller Anfang ist schwer
Selten trifft es eine Überschrift so gut wie diese.
Es fing schon damit an, dass es bei uns im Terminal hinter der Zollkontrolle lediglich einige Futtertheken mit relativ teuren Brötchen gab. Ein kleines Restaurant oder Café, in dem wir in Ruhe hätten frühstücken können? Fehlanzeige. Also blieb es bei einem ziemlich unspektakulären und zudem nicht ganz günstigen Brötchen. Na gut, es gibt Schlimmeres.
In Málaga angekommen, stellte ich dann fest, dass der Zustieg zur Autovermietung verlegt worden war. Die nächste Frage war nur: Wo bitte fährt denn jetzt unser Bus zur Autovermietung ab?
Auch dieses Problem ließ sich schließlich lösen und kurze Zeit später standen wir tatsächlich vor unserem Mietwagen. Alles klar – dann konnte es ja endlich losgehen. Dachten wir zumindest.
Nur … warum sprang das Auto nicht an? 🤔
Die freundliche Mitarbeiterin klärte uns auf: Das Auto lief bereits! Es machte nur keinerlei Geräusche, weil es ein Hybrid war und zunächst mit dem Elektromotor startete.
Na, das muss man ja auch erst einmal wissen! 😂
Nachdem auch dieses kleine Rätsel gelöst und alle Anfangsschwierigkeiten beseitigt waren, konnte es nun aber wirklich losgehen.
Andalusien, wir kommen!
Kaum auf der Straße, überkam mich wieder dieses seltsam vertraute Gefühl, das ich schon bei meiner ersten Fahrt durch Andalusien hatte. Auch diesmal waren die Straßen erstaunlich leer, und so erreichten wir nach knapp eineinhalb Stunden bereits unseren ersten kurzen Zwischenstopp.
Ronda
Zeit, sich die Beine zu vertreten
Und wo könnte man das besser als in dieser Perle? Ronda und ich – das war Liebe auf den ersten Blick. Deshalb gehört die Stadt für mich auch zum Pflichtprogramm, wenn ich mit jemandem unterwegs bin, der sie noch nicht kennt.
Diesmal bot sich ein Zwischenstopp in Ronda aber ganz besonders an, denn auf fast drei Stunden Fahrt bis zu unserem heutigen Endziel hatte ich keine Lust.
Zu meiner Überraschung näherten wir uns der Stadt diesmal nicht von unten, sondern von oben. Ein Parkplatz war zum Glück schnell gefunden und so stand einem kleinen Spaziergang nichts mehr im Wege.
Iglesia de Nuestra Señora de la Merced
Auf unserem Spaziergang kamen wir an der Iglesia de Nuestra Señora de la Merced vorbei. Die kleine Kirche mit ihrem hübschen Glockenturm lud geradezu zu einem kurzen Fotostopp ein.
Von hier aus betraten wir schließlich den Alameda del Tajo.
Der kleine Park mit seinen alten Bäumen war angenehm schattig und bot immer wieder schöne Ausblicke. Besonders erstaunt waren wir über die bereits blühenden Zierkirschen. Am Rand des Parks angekommen, konnten wir dann die gewaltige Landschaft unter uns bewundern – ein schöner Auftakt für unseren leider nur sehr kurzen Spaziergang durch Ronda.
Puente Nuevo
Und wie sollte es auch anders sein – natürlich führte uns unser Weg zur Puente Nuevo.
An dieser Brücke kommt man in Ronda einfach nicht vorbei. Also lehnt euch zurück und genießt die beeindruckenden Ausblicke aus den unterschiedlichsten Perspektiven – inklusive dramatischer Wolkenformationen. Denn auch der Himmel hatte an diesem Tag einiges zu bieten.
Mit einem Eis in der Hand zogen wir dann noch weiter zur
Plaza del Socorro
Nach der Puente Nuevo ging es weiter – inzwischen mit einem Eis in der Hand – zur Plaza del Socorro, einem der schönen Plätze in Rondas Altstadt. Mittelpunkt des Platzes ist die Iglesia de Nuestra Señora del Socorro mit ihren markanten Türmen. Rundherum laden Cafés und Restaurants dazu ein, das lebendige Treiben bei einem Kaffee zu beobachten.
Wir verzichteten allerdings auf eine Pause, denn langsam lief uns die Zeit davon. Trotzdem war ich erstaunt, dass selbst ich hier noch Neues entdeckte: die geschwungenen Balkone und gleich zu Beginn dieses schöne Treppenhaus.
Eile mit Weile – auch wenn die Zeit drängt. 😉
Sevilla
Sevilla erreichten wir gegen 19:30 Uhr. Da uns unsere Vermieterin unbedingt in ein Parkhaus lotsen wollte, das ihrer Meinung nach viel günstiger war als das einfacher zu erreichende, gondelten wir noch gut eine halbe Stunde völlig sinnlos durch die Altstadt von Sevilla.
Parken ist hier – selbst in den Parkhäusern – wirklich sündhaft teuer. Irgendwann war ich so entnervt, dass ich einfach das nächstbeste Parkhaus ansteuerte. Letztendlich stellte sich heraus, dass die Parkgebühren überall gleich hoch waren und wir uns die ganze Gondelei durch die engen Altstadtgassen hätten sparen können. 😠
Bis wir unser Gepäck in der Ferienwohnung hatten, war es inzwischen auch schon dunkel geworden und es fing an zu nieseln. Wir waren einfach nur noch hungrig und durstig.
In der angesagten Tapas-Bar war es knallvoll und das Essen, das an uns vorbeigetragen wurde, sah zudem ziemlich fettlastig aus. Also zogen wir weiter und landeten in einer deutlich weniger frequentierten Bar. Eine wirklich gute Entscheidung!
Hier bekamen wir Käse, Schinken und etwas Frittiertes – dazu ein kühles Bier. Genau das Richtige nach diesem etwas nervigen Start in Sevilla.
Ein versöhnlicher Abschluss dieses Tages.
Buenas Noches, Sevilla! ….Morgen sehen wir mehr. 😉













