Die Route - Nach Tagen aufgeteilt
14. Tag
Montag, 13. Mai 2026, Guadix - Malaga
Der Beginn eines schönen Abschlusses!
Heute fuhren wir dem Ende unserer Reise entgegen. Zielpunkt war heute Málaga. Hier hatten wir für zwei Nächte eine Ferienwohnung direkt am Malagueta-Strand gebucht. Vorher wollten wir noch kurz in Nerja stoppen. Diese Kleinstadt wollte ich mir schon immer mal anschauen, da hier viele Spanischkurse angeboten werden.
So kam es, dass wir erst einmal Nerja ansteuerten und dort eine kleine Pause für ein zweites Frühstück einlegten. Die Stadt war allerdings ganz anders als gedacht: sehr groß, quirlig und verkehrsreich. Das hatte ich mir ehrlich gesagt etwas kleiner, gemütlicher und ruhiger vorgestellt.
Das zweite Frühstück war allerdings wirklich sehr lecker. Ich glaube aber nicht, dass ich noch einmal hierher muss. Da gibt es nettere Orte in Andalusien.
Gegen Mittag erreichten wir unsere Autovermietung in Málaga. Bei dieser kleinen Autovermietung hatte ich bereits zum dritten Mal einen Kleinwagen gemietet und auch dieses Mal gab es bei der Rückgabe kein Problem. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, riefen wir uns ein Taxi und fuhren zu unserem Apartment. Der Besitzer hatte uns inzwischen per WhatsApp mitgeteilt, wie wir an den Wohnungsschlüssel kommen sollten. Nachdem auch das erledigt war, bezogen wir erst einmal unser kleines Apartment und machten uns frisch.
Anschließend zogen wir gleich weiter ins Städtchen, schließlich wollte ich Gabi ja meine Lieblingsstadt in Andalusien zeigen. Da wir bisher nur im Auto gesessen hatten, entschieden wir uns, zum Castillo de Gibralfaro von der Innenstadt aus hinaufzulaufen. Irgendwie hatte ich gedacht, dass man anschließend von dort aus direkt in die Alcazaba von Málaga gelangen würde. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte.
Gesagt, getan: Der Weg hinauf war steil und wegen der hohen Temperaturen um die Mittagszeit kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Dafür wurden wir schon während des Aufstiegs mit tollen Ausblicken belohnt.
Das wäre geschafft.
Zum Schluss wurde es noch einmal richtig steil und bei der Hitze kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch gab es hier keine Schalter mehr. Wir mussten unser Ticket an einem Automaten ziehen. Ja, die Zeiten ändern sich – nicht immer zum Guten.
Castillo de Gibralfaro
Das Castillo de Gibralfaro thront auf dem 132 Meter hohen Monte Gibralfaro über Málaga. Die Festung wurde im 14. Jahrhundert unter dem Nasriden-König Yusuf I. errichtet, um die Truppen unterzubringen und die Alcazaba zu schützen. Heute kann man entlang der gut erhaltenen Mauern das Castillo umrunden und dabei immer wieder fantastische Ausblicke über Málaga, den Hafen und die Bucht genießen.
Puh, das war anstrengend.
Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch, wo Gewitterstimmung in der Luft lag, hatten wir heute einen richtig schönen Frühsommertag, mit Temperaturen fast an die 30°C.
Deshalb gönnten wir uns auch erst einmal eine kleine Stärkung, bevor wir uns an die Besichtigung und Umrundung, entlang der Zinnen des Castillos machten.
Wie heißt es so schön: „Faulheit ist aller Laster Anfang.“ Und so weit wollten wir es natürlich nicht kommen lassen. Daher ging es nach diesem leckeren Kuchen und einer angemessenen Menge Koffein auch gleich weiter.
Unsere Umrundung des Castillos, könnt ihr in der folgenden Slideshow verfolgen. Das Wetter war heute wirklich klasse, auch wenn die Fernsicht an manchen Stellen etwas schwächelte, was aber wohl am Nachmittagslicht lag.
















Insgesamt haben wir inklusive Kaffeepause ca. 1 ½ Stunden im Castillo verbracht. Zirka 45 Minuten davon haben wir für die Umrundung auf dem Mauerrundgang gebraucht. Natürlich kann man sich auch länger dort aufhalten. So viel gibt es in der Burg allerdings nicht zu sehen, daher hat uns die Zeit gereicht.
Gabi war jetzt neugierig auf die Alcazaba von Málaga.
Alcazaba von Málaga
Die Alcazaba ist eine im 11. Jahrhundert errichtete maurische Palastfestung am Hang des Monte Gibralfaro. Ursprünglich als Festung angelegt, wurde sie später zum befestigten Palast und Regierungssitz ausgebaut. Hinter mehreren Mauerringen, Toren und Türmen verstecken sich hübsche Innenhöfe, Gärten und Wasserbecken. Im 14. Jahrhundert wurde das Castillo de Gibralfaro oberhalb der Alcazaba errichtet. Beide Anlagen waren durch die befestigte Coracha miteinander verbunden.
Und aus irgendeinem Grund dachte ich, wir könnten vom Castillo direkt in die Alcazaba spazieren. Da hatte ich mich aber getäuscht und so mussten wir den gesamten Weg, den wir nach oben gelaufen waren, wieder hinunterlaufen. Shit happens! 😄
Da wir ein Kombi-Ticket gezogen hatten, kamen wir zügig durch die Eingangskontrolle.
Bereits der Außenbereich der Alcazaba gefiel uns ausgesprochen gut. Wie bei vielen maurischen Anlagen wurde auch hier nicht einfach nur eine Festung in den Hang gebaut. Überall gibt es hübsche Durchgänge, kleine versteckte Ecken, prächtige Gärten und jede Menge Brunnen. Zwischen den alten Mauern plätschert und grünt es, und immer wieder öffnet sich der Blick auf einen neuen kleinen Innenhof.
Die Mauren wussten schon, wie man es sich schön macht. Schließlich kann ein Palast schon ein bisschen Luxus vertragen. 😉
Es machte großen Spaß, durch die alten, schmalen Gassen von Ortigia zu schlendern. Hinter jeder Ecke gab es etwas Neues zu entdecken, und die besondere Atmosphäre der Altstadt zog mich immer mehr in ihren Bann.
Irgendwann erreichte ich den Domplatz. Schon damals wusste man offenbar, bedeutenden Kirchen den passenden Rahmen zu geben. Der Platz strahlte eine besondere Eleganz aus, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Alles wirkte harmonisch, großzügig und irgendwie nobel.
Dabei hatte ich den Dom noch gar nicht betreten.
Kathedrale Santa Maria delle Colonne
So, genug von außen gestaunt – werfen wir nun einen Blick ins Innere.
Bevor es soweit ist, muss allerdings noch ein kleiner Obolus von 2 Euro entrichtet werden. Im Vergleich zu den Kathedralen in Spanien, für die oft 5 Euro verlangt werden, ist das ausgesprochen günstig.
Der Dom von Syrakus ist ein architektonisches Unikat. Er wurde auf den Resten eines antiken Athenetempels errichtet und vereint bis heute antike, byzantinische, normannische und barocke Baustile unter einem Dach.
Die zweite Kirche auf dem Domplatz war leider heute geschlossen.
Santa Lucia alla Badia
Wirklich enttäuscht war ich über die geschlossene Kirche nicht. Immerhin hatte ich heute bereits eine Kirche von innen gesehen – mein Tagesziel war also erreicht. lach
Stattdessen schlenderte ich noch etwas um den Dom herum und erkundete die Umgebung. Das macht mir ohnehin meist mehr Spaß als der Besuch weiterer Gotteshäuser.
Ortigia ist eine kleine Insel, die über zwei Brücken mit Syrakus verbunden ist. Deshalb ist das Meer hier nie weit entfernt. Zeit also, die engen Gassen hinter mir zu lassen und den Blick über das tiefblaue Wasser und die kleinen Strände schweifen zu lassen.
Bei diesem herrlichen Wetter war dort natürlich schon einiges los. Trotzdem strahlte alles eine wunderbar entspannte Urlaubsatmosphäre aus.
Ehe ich mich versah, stand ich vor dem
Castello Maniace
Leider war die Festung zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen, sodass ich sie nur von außen bewundern konnte. Auch in den folgenden Tagen ergab sich keine Gelegenheit mehr für einen Besuch. So musste ich mich mit den Außenansichten begnügen.
Für mein Gefühl hatte ich jetzt genug Kultur getankt. Es wurde eindeutig Zeit für ein Eis.
Eine Gelateria war schnell gefunden, und wie bestellt wurde auch noch ein Tisch frei. Meinem ersten Eis auf Sizilien stand also nichts mehr im Wege.
Beweisfotos gibt es allerdings keine. Irgendwie war das Eis schneller aufgegessen, als ich daran gedacht habe, die Kamera zu zücken. 🍨😄
Das frühe Aufstehen heute steckte mir so langsam in den Knochen. Alt würde ich heute nicht mehr werden. Und noch stand ja ein ganz schöner Rückweg für mich auf dem Programm. Für diesen wurde es so langsam Zeit. Ich beschloss diesmal direkt am Wasser entlang zu laufen. Eine Gute Entscheidung, denn hier gab es wirklich sehr schöne Ausblicke und tolle Gummibäume zu sehen.













































